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mit Birgit Möller (Regie)

Woher stammt die Idee zu diesem Film?

Die erste Idee stammt aus einem Zeitungsartikel über obdachlose Frauen, die in ihrem Auto leben undtrotzdem mit allen Mitteln versuchen, weiter am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Sie führen ein geheimes Doppelleben. Dieses „Zwischen den Welten Wandern“ hat mich fasziniert. Was macht das mit einem Menschen? Wie viel Zerrissenheit, wie viel Einsamkeit steckt dahinter. Es ging mir nicht um die Beschreibung der „bösen“ Modewelt. Aber wir leben in einer Welt, in der jeder etwas darstellen muss.
Jugend, Schönheit und Status bedeuten alles. Ich habe ein Model als Hauptfigur gewählt, weil es dieses Thema und diese Problematik perfekt verkörpert. Die schöne Oberfläche, die Verheißung des Glücks. Was liegt darunter? Was passiert mit einem Menschen dessen Definition wegfällt?

Der Film erzählt von der Schwierigkeit ehrlich zu sein. Sich anderen preiszugeben. Aber auch von der Unfähigkeit der Umwelt, darauf zu reagieren.

Ich wollte aber weder einen moralischen noch total depressiven Film machen. Die Hauptfigur bewahrt eine ganz eigene Kraft und findet im Laufe des Films immer mehr zu sich. Sie landet nicht, wie man bei dem Thema vielleicht erwarten würde, in der Gosse. Es gibt herrlich lakonische und witzige Dialoge und schräge Szenen. Agata hat einen ganz eigenen Sinn für Humor. Am liebsten würde ich mal eine richtige Komödie mit ihr drehen.

Was verbindet dich mit dem Thema?

Ich wollte eine Figur, die auf der Suche nach ihrem Platz im Leben ist. Es ist ein Film über das Erwachsenwerden und über das Älter-werden. Fragen, die auch mich beschäftigen. Was ist wichtig im Leben? Wo will ich hin und wo will ich ankommen?

Du arbeitest auch als Kamerafrau. Was reizt dich an mehr: Regie führen oder Bilder gestalten?
Alle wollen immer dass man sich entscheidet. Beides ist eine eigene, große Herausforderung. Bisher konnte ich von dem jeweils anderen sehr viel profitieren. Ich kann es aber auch wertschätzen mit jemandem zu arbeiten, der eigene Vorstellungen einbringt.
Ich bin sehr glücklich mit der Kameraarbeit von Kolja Raschke.

Wie seid ihr auf die Hauptdarstellerin aufmerksam geworden?
Agata Buzek hat eine deutsche Agentur und zuerst habe ich nur ihr Foto im Internet gesehen. Nachdem sie das Drehbuch gelesen hatte, bin ich nach Warschau gefahren, um sie zu treffen. Wir haben eigentlich nur geredet, gar kein richtiges Casting gemacht. Danach wusste ich, dass sie es sein muss.

Wie gestalteten sich die Dreharbeiten?
Es war extrem kalt, an einem Tag sogar minus zwölf Grad. Ich weiß nicht, wie Agata das ausgehalten hat, in ihren Modelklamotten und Schühchen. Sie ist echt hart im Nehmen. Als wir am Potsdamer Platz draußen gedreht haben, kam bei den Schaulustigen irgendwann das Gerücht auf, wir würden mit Cate Blanchett
drehen. Tatsächlich sieht Agata ihr ein bißchen ähnlich. Ich glaube, sie sollte sogar Autogramme geben.

Was kommt nach VALERIE? Woran arbeitest du gerade?
Ja, Es geht wieder um Doppelleben. Aber ein fertiges Buch gibt es noch nicht.